Ärzte Zeitung online, 11.10.2010

Reisebranche: Neue Steuer verteuert Städtereisen

NEU-ISENBURG (dpa). Bei Städtereisen in Deutschland droht nach Einschätzung der Reiseindustrie ein deutlicher Preisschub. Die Experten befürchten, dass das Kölner Beispiel einer "Bettensteuer" Schule machen wird.

Die Zusatzkosten für eine solche Steuer dürften nach Einschätzung der im Auftrag des Travel Industry Club (Neu-Isenburg) befragten Manager überwiegend die Gäste tragen müssen. In Köln wird seit dem 1. Oktober eine Steuer von fünf Prozent auf den Übernachtungspreis in einem Hotel aufgeschlagen.

In der Umfrage unter Entscheidern der deutschen Reiseindustrie äußerten 88 Prozent der Befragten die Befürchtung, dass in absehbarer Zeit auch andere Kommunen eine solche "Bettensteuer" erheben werden. 98 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Hotels die Abgabe voll an ihre Gäste durchreichen werden. An der Erhebung des auf Touristik spezialisierten Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Trendscope in der letzten Septemberwoche beteiligten sich 254 Manager. Der Travel Industry Club ist ein Entscheidernetzwerk von Führungskräften der Reiseindustrie.

Pressemitteilung zur Umfrage

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