Ärzte Zeitung, 16.01.2004

UN besorgt wegen der Vogelgrippe in Asien

Neuer Todesfall in Vietnam / Für Reisende keine große Infektionsgefahr

ROM/HANOI (dpa). Die Vereinten Nationen sind besorgt über die Ausbreitung der Vogelgrippe in Ostasien. Nach dem Ausbruch der Seuche in Vietnam, Südkorea und Japan müsse geklärt werden, ob in diesen Ländern ein neuer, hoch ansteckender Virusstamm entstanden sei. Notwendig seien Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung, teilte die UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung gestern in Rom mit.

Zugleich meldet Vietnam einen möglichen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit der Vogelgrippe. Ein Erwachsener in Hanoi sei an Grippe gestorben, berichtete der staatliche Rundfunk. Damit steigt die Zahl der Grippetoten in Vietnam auf 13.

Bei drei von ihnen hatte die WHO den hochansteckenden Virustyp H5N1 nachgewiesen, an dem jüngst in Vietnam 1,2 Millionen Hühner verendet waren. Für Reisende ist die Infektionsgefahr nicht groß. Kontakte mit kranken Tieren sollten vermieden werden, empfiehlt das Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Die handelsübliche Grippe-Impfung schützt vor dieser Infektion nicht.

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