Ärzte Zeitung online, 10.06.2009

Berliner Senat will Losverfahren fürs Gymnasium

BERLIN(dpa). Wer in Berlin aufs Gymnasium will, muss nach dem Willen des Senats künftig ein Auswahlverfahren bestehen oder auf Losglück hoffen. Nach der Linken stimmte auch die SPD-Fraktion für das umstrittene Losverfahren. Rot-Rot ist aber uneins darüber, wie viele Plätze per Los vergeben werden sollen.

Ein Gespräch der Fraktionsvorsitzenden Michael Müller (SPD) und Carola Bluhm (Linke) brachte am Mittwoch noch keine Einigung. Sprecher beider Seiten äußerten sich jedoch zuversichtlich.

Eigentlich war sich Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) mit der Linken schon einig, dass die Hälfte der Plätze verlost wird, wenn es mehr Anmeldungen als Kapazität gibt. Die übrigen Plätze sollten die Schulen selbst vergeben. Nach Kritik von Eltern, Lehrern und Gewerkschaft senkte die SPD-Fraktion die Losquote am Dienstagabend aber auf 25 Prozent.

Das Losverfahren ist Teil der Schulreform des rot-roten Senats, der vom Schuljahr 2010/2011 an Haupt-, Real- und Gesamtschulen abschaffen will. Stattdessen treten sogenannte Sekundarschulen neben das Gymnasium, die auch den Weg zum Abitur eröffnen. Sitzenbleiben und Wechsel zwischen den Schulformen sollen nach Zöllners Schulreform die Ausnahme bleiben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

jameda muss Arztprofil löschen - Das ist die Urteilsbegründung

Urteil des Bundesgerichtshofs zum Arzt-Bewertungsportal jameda: Am Dienstag entschieden die Karsruher Richter zugunsten einer klagenden Ärztin. Ihr Profil muss gelöscht werden - die Richter schränken ihr Urteil allerdings ein. mehr »

Wann Bergsteigen fürs Herz schädlich ist – und wann nicht

Forscher haben Studien zu herzkranken Bergsteigern ausgewertet und geben Tipps, was Ärzte bei welcher Krankheit beachten müssen. mehr »

Deutlich mehr Masernfälle in Europa

In der Europäischen Region der WHO gab es 2017 eine Zunahme der Masernfälle um 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr. mehr »