Ärzte Zeitung online, 24.09.2009

Umfrage: Große Mehrheit gegen Einheitsschule

BERLIN (dpa). Zwei Drittel der Deutschen sind nach einer Umfrage für den Erhalt des mehrgliedrigen Schulsystems und gegen eine Einheitsschule. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Philologenverbands (DPhV) sprachen sich nur 31 Prozent der Befragten für Ideen aus, statt der Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien künftig eine gemeinsame Schulform für die verschiedenen Abschlüsse wie Mittlere Reife und Abitur einzuführen.

Unter den 18- bis 29-Jährigen seien sogar drei von vier Befragten gegen eine Gemeinschaftsschule, teilte der Verband mit. Für die Studie wurden 1007 Bundesbürger befragt.

Der DPhV-Bundesvorsitzende Heinz-Peter Meidinger wertete die Ergebnisse als klares Signal, dass die große Bevölkerungsmehrheit nicht hinter einer Bildungspolitik stehe, wie sie von einigen Parteien im Bundestagswahlkampf vertreten worden sei. Selbst unter den SPD-Anhängern sei eine Mehrheit (55 Prozent) gegen eine Einheitsschule, obwohl die Partei dafür eintrete, das mehrgliedrige Schulsystem zu überwinden. Eine bessere Bildungspolitik müsse vielmehr auf bessere Unterrichtsbedingungen setzen.

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