Ärzte Zeitung online, 11.12.2009

Kultusminister: Deutschland bei PISA 2012 dabei

BERLIN/BONN (dpa). Deutschland wird auch 2012 bei dem weltweiten PISA-Schulleistungstest mitmachen. Das beschlossen die Kultusminister am Donnerstag in Bonn. Dies wird dann die fünfte PISA-Studie seit dem Jahr 2000 sein. Die internationalen Ergebnisse des jüngsten Testes aus dem Jahr 2009 werden Ende 2010 veröffentlicht.

Der internationale PISA-Test ist ein Projekt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Das schlechte Abschneiden Deutschlands im internationalen Vergleich hatte vor Jahren einen Schock und eine breite Debatte über schulpolitische Reformen ausgelöst. Wiederholt kam es auch zu Spannungen zwischen den deutschen Kultusministern und den OECD-Forschern wegen unterschiedlicher Interpretationen der Ergebnisse.

Vor ihrer Zusage zur erneuten Testteilnahme hatten die Kultusminister ein Gespräch mit OECD-Direktorin Barbara Ischinger geführt. Der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau (CDU) hatte sich mehrfach gegen eine weitere Testteilnahme ausgesprochen und der OECD vorgeworfen, die Testkriterien in den Fachdisziplinen verändert zu haben. Rau sagte in einer Erklärung nach der Sitzung, in dem Gespräch seien nun die Geschäftsgrundlagen geklärt worden. "Die OECD wird die Vergleichbarkeit der Ergebnisse der PISA-Studien sicherstellen und sich in Zukunft politischer Bewertungen enthalten."

Auch die deutschen PISA-Forscher, die im Auftrag der Kultusminister regelmäßig eine innerdeutsche Länderauswertung vornehmen, hatten mehrfach die Testkriterien zur sozialen Zusammensetzung der Schülerschaft verändert, sodass Vergleiche zwischen den einzelnen PISA-Analysen nur noch erschwert möglich sind.

Topics
Schlagworte
Schule (740)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jeder Zweite wartet bis zu drei Wochen auf den Facharzt

Die Ressource Arzt wird knapper – das spiegelt sich in den Wartezeiten wider. Und: Jungen wird die Work-Life-Balance wichtiger. Die Patienten haben dafür oft wenig Verständnis. mehr »

Welche Blutdruckmessung liefert die genaueste Risikovorhersage?

Was ist die zuverlässigste Methode der Blutdruckmessung, um das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und Tod eines Patienten vorherzusagen? Zwei Messungen schnitten in einer aktuellen Studie am besten ab. mehr »

Mammografie-Screening kann sich auch bei Männern lohnen

Männer mit erhöhtem Brustkrebsrisiko profitieren ebenfalls von einer Mammografie-Reihenuntersuchung, wie eine Studie bestätigt. mehr »