Ärzte Zeitung online, 24.02.2010

Ministerium: Studierneigung leicht gestiegen

BERLIN (dpa). Die Studierneigung von Abiturienten aus sogenannten bildungsfernen Elternhäusern ist nach Jahren des Rückgangs erstmals wieder leicht gestiegen.

Das meldet das Bundesbildungsministerium am Dienstag unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Studie des Hochschul-Informationssystems (HIS). Danach hatten von den Nicht-Akademiker-Kindern des Abiturientenjahrganges 2008 ein halbes Jahr nach Erwerb der Hochschulreife 65 Prozent ein Studium aufgenommen - oder planten dies fest. Dies ist ein Zuwachs um 6 Prozentpunkte. Bei Abiturienten aus Akademikerfamilien stieg die Studierneigung im gleichen Zeitraum von 75 auf 78 Prozent.

Insgesamt liegt die Studierneigung beim Abiturientenjahrgang 2008 bei 72 Prozent. Von 100 Abiturienten dieses Jahrgangs waren sechs Monate nach ihrer Reifeprüfung 44 Prozent an einer Hochschule eingeschrieben, weitere 28 Prozent planten diesen Schritt sicher. Damit werde nahezu der Wert von 2002 wieder erreicht. Den größten Effekt auf die Studierneigung haben laut Ministeriumsangaben gute Noten im Abschlusszeugnis. Damit steige die Wahrscheinlichkeit einer Studienaufnahme. Auch "Kosten-Nutzen-Erwägungen" spielten bei der Studienentscheidung eine zentrale Rolle.

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