Ärzte Zeitung online, 10.03.2010

Mehrheit der Unis sieht Bologna-Reform positiv

BERLIN (dpa). 58 Prozent aller europäischen Hochschulen bewerten die sogenannte Bologna-Reform mit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge als "sehr positiv". Zugleich räumen aber 38 Prozent ein, dass die Schaffung eines europäischen Hochschulraumes mit einheitlichen Studienstrukturen auch "gemischte Ergebnisse" hervorgebracht habe.

Dies ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der European University Association (EUA), die die nationalen Rektorenkonferenzen repräsentiert. In vielen Ländern müssten noch Studieninhalte entschlackt und die Mobilität der Studierenden verbessert werden. Nur 0,1 Prozent der Universitäten beurteilen nach der Befragung die Reform als "negativ".

Die Wissenschaftsminister von 46 Staaten Europas und angrenzender Regionen wollen ab Donnerstag in Wien und Budapest eine Bilanz der vor zehn Jahren bei einem Treffen in der italienischen Hochschulstadt Bologna eingeleiteten Reform ziehen. Als 47. Mitglied der Bologna-Unterzeichner-Staaten soll Kasachstan aufgenommen werden.

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