Ärzte Zeitung, 24.02.2004

KOMMENTAR

Und wer kontrolliert den Breitensport?

Von Pete Smith

Auf den ersten Blick ist es eine durchweg positive Bilanz, die die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) ein Jahr nach ihrer Gründung vorlegen kann: 38 Dopingsünder hat man erwischt, und das bei knapp 8000 Kontrollen. Der Trend ist rückläufig - ein Erfolg des engmaschigen deutschen Kontrollsystems.

Doch die Zahlen beziehen sich nur auf den Leistungssport, der Breitensport wird nicht erfaßt. Für Kontrollen in Fitness-Studios etwa fehlt das Geld, wie die NADA bedauernd mitteilt. Geld, das nachher in die Behandlung von Bodybuildern mit Schäden an der Leber, mit Gynäkomastie oder Gefäßerkrankungen investiert werden muß.

Europaweit nehmen fast sechs Prozent aller Besucher von Fitneß-Studios leistungssteigernde Präparate. Bei 16 Millionen regelmäßigen Kunden (Studie von 2002) wird die Dimension dieses Problems überdeutlich.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Bis zum Beginn der Olympischen Spiele in Athen soll der Anti-Doping-Code auch in Deutschland gelten

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