Ärzte Zeitung, 02.03.2004

Rodelunfälle können zu schweren Verletzungen führen

Schädel-Hirn-Traumata sind recht häufig

GRAZ (ug). Rodeln macht Kindern Spaß. Doch Rodeln ist ein riskanter Sport. Es kommt zwar seltener zu Unfällen als beim Skifahren oder beim Snowboarden. Aber die Verletzungen können sehr schwer sein.

Rodeln macht viel Spaß. Aber Rodeln ist für Kinder kein ungefährlicher Sport. Foto: dpa

Besonders gefährdet seien Kinder im Vor- und Grundschulalter, berichtet die österreichische Fachzeitung "Ärzte Woche" (6, 2004, 12). Doch zu schweren Verletzungen komme es bei Zehn- bis 14jährigen wegen der rasanteren Fahrten. "Pisten in der Nähe von Straßen und das Rodeln auf einer Straße sind besonders gefährlich", warnt Professor Michael E. Höllwarth, Direktor der Uniklinik für Kinderchirurgie in Graz.

"Sehr schwere Kopf- und Brustkorbverletzungen treten vor allem dann auf, wenn Kinder beim Rodeln mit festen Hindernissen und Autos kollidieren. Fast ein Drittel dieser Verletzungen sind tödlich." Bei 20 Prozent kommt es nach Rodelunfällen zu Schädel-Hirn-Verletzungen, bei etwa 15 Prozent zu Brust- und Bauchraumverletzungen, bei 15 Prozent zu Verletzungen an der Wirbelsäule und im Beckenbereich.

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