Ärzte Zeitung, 10.03.2004

US-Ärzte raten zu Schutzbrillen beim Basketball

NEU-ISENBURG (Smi). Ärzte sollten jungen Basketballern und Squashspielern raten, bei der Ausübung ihres Sports eine Schutzbrille zu tragen. Das jedenfalls legt eine Untersuchung nahe, die das US-Fachjournal "Pediatrics" (113, 2004, 619) jetzt vorgelegt hat.

Die American Academy of Pediatrics und die American Academy of Ophthalmology berufen sich bei ihren Empfehlungen auf eine Auswertung aller 42 000 Sportunfälle mit Augenverletzungen, die im Jahr 2000 in den USA erfaßt worden sind. 72 Prozent der verletzten Sportler seien damals unter 25 Jahre alt gewesen, 43 Prozent unter 15 Jahre.

Bei der Auswertung der in diesem Zusammenhang risikoreichsten Sportarten ergaben sich einige Überraschungen. Für die ungeschützten Augen am gefährlichsten waren neben typisch amerikanischen Sportarten wie Schießen, Baseball, Lacrosse und Hockey auch in Deutschland verbreitete Ballsportarten wie Basketball und Squash.

Aber auch Tennis, Badminton, Fußball, Volleyball und Golf sind nach Auffassung der US-Pädiater und -Ophthalmologen mit einem Risiko für die Gesundheit der Augen verbunden.

Topics
Schlagworte
Sportmedizin (1796)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »