Ärzte Zeitung, 21.02.2005

FUNDSACHE

Abseits für Schiris oft nicht zu erkennen

Fußball-Schiedsrichter stehen wegen der Betrugsaffäre Hoyzer derzeit stark unter Druck. Außer Fouls im Strafraum sorgen immer wieder fragwürdige Abseitsentscheidungen für hitzige Diskussionen. Dabei ist es für das menschliche Auge nahezu unmöglich, im laufenden Spiel ein Abseits zu entdecken, wie eine Studie kürzlich nachgewiesen hat ("British Medical Journal" 329, 2004, 1470).

Um eine Abseits-Position exakt zu erkennen, müsse das Auge fähig sein, gleichzeitig mindestens fünf sich bewegende Punkte (vier Spieler und den Ball) sowie ihre Positionen zueinander zu erfassen, führt Francisco Belda Maruenda vom Centro de Salud de Alquerías in der Provinz Murcia in Spanien aus. Die Wahrscheinlichkeit, falsch zu entscheiden, erhöhe sich nicht nur mit der Zahl der beteiligten Spieler, sondern auch damit, wie weit diese voneinander entfernt agieren.

Maruenda plädiert daher für technische Hilfen wie etwa den Videobeweis. (Smi)

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