Ärzte Zeitung, 21.09.2005

Breathwalk - neue Sportart mischt Walking mit Yoga

Sanfte Fitness aus den USA / Yoga-Übungen und Mantren während des Walkens / Meditation zum Schluß

Sanfte Sportarten wie Yoga oder Nordic Walking stehen hoch im Kurs. Entspannung und Bewegung bei frischer Luft statt schweißtreibendes Krafttraining im Studio lautet das Motto. Eine neue Sportart aus Amerika verbindet jetzt die aktuellen Fitness-Trends: Breathwalk kombiniert Übungen aus dem Kundalini-Yoga, Walking und Meditation.

Mediation im Wald: Eine Gruppe in Berlin übt Breathwalk. Fotos: Johannes Eisele/ddp

"Anders als beim normalen Spazierengehen oder Walken wird beim Breathwalk das bewußte Atmen geübt", sagt Trainerin Hanka Schuldt aus Hamburg. Die 29jährige ist Schülerin des Kundalini-Yoga- und Breathwalk-Erfinders Yogi Bhajan und trainiert seit 1996 regelmäßig in Indien und New Mexiko. In den USA wird die Sportart immer beliebter, seit einem Jahr gibt es auch in Deutschland Kursangebote.

Trainer Martin Krause aus Berlin macht eine Breathwalk-Übung vor. Die neue Sportart kombiniert Übungen aus dem Kundalini-Yoga, Walking und Meditation.

Im Sommer 2004 lud Schuldt den zweiten Vater des Breathwalk, den US-Psychologen Gurucharan Singh Khalsa, nach Deutschland ein und organisierte Seminare für Ausbilder. "Eigentlich ist der Sport nicht neu", erläutert die Lehrerin. "Er greift auf jahrtausendealte Erkenntnisse aus dem Yoga zurück."

Ziel sei es, die Energie-Reserven im Körper zu mobilisieren, die Sinne zu schärfen, Streß abzubauen oder einfach düstere Stimmung aufzuhellen.

Eine Kurseinheit dauert etwa 90 Minuten. Die Teilnehmer treffen sich in freier Natur, erwärmen sich mit leicht zu erlernenden Yoga- und Atemübungen. Danach beginnt das Walken - das schnelle Gehen -, bei dem jeder sein individuelles Tempo einhält.

Währenddessen sollen bestimmte Fingerübungen Akupunkturpunkte stimulieren und die Durchblutung fördern. Dabei werden spezielle Silben, sogenannte Mantren, ausgesprochen, die die Konzentration verbessern sollen. Anschließend folgt der Meditationsteil.

Auch bei Medizinern finden die Elemente des Yogawalks Anklang. "Walken ist gut für das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel und die hormonelle Steuerung. Meditation verbessert die Konzentrationsfähigkeit und baut Streß ab", sagt Wildor Hollmann, Ehrenpräsident des Weltverbandes für Sportmedizin. Yoga empfiehlt der Internist beispielsweise zur Verbesserung der Atemmechanik und zur Vorbeugung gegen Asthma. (ddp.vwd)

Weitere Informationen zu Kursangeboten und -inhalten erhalten Interessierte im Internet unter www.breathwalk.de oder unter www.worldofyoga.de

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