Ärzte Zeitung, 19.12.2005

Studie legt nahe: Anabole Steroide machen süchtig

NEU-ISENBURG (Smi). Anabol-androgene Steroide können nicht nur psychisch, sondern auch körperlich abhängig machen. Das legt eine Studie an Hamstern nahe, die Forscher der University of Southern California’s Keck School of Medicine auf dem 44. Jahrestreffen des American College of Neuropsychopharmacology in Waikoloa auf Hawaii vorgestellt haben.

Die Neurobiologin Ruth Wood implantierte den Hamstern Kanülen ins Gehirn, mit denen sie sich Steroide selbst verabreichen konnten. Die Tiere verbrachten daraufhin vier Stunden am Tag in Räumen mit Zugang zu zwei verschiedenen Mechanismen.

Wenn sie den aktiven Mechanismus betätigten, empfingen sie ein Mikrogramm Testosteron oder ein anderes Steroid wie Nandrolon, Drostanolon, Stanozolol oder Oxymetholon, bei einem inaktiven Zugang erhielten sie nichts.

Ein Computer erfaßte die Versuche der Hamster, den einen oder den anderen Mechanismus zu betätigen. Die Tiere nutzten die Anabolika-Zugänge deutlich häufiger, wobei sie Testosteron, Nandrolon und Drostanolon bevorzugten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Manche Wortwahl irritiert mich sehr"

Gesundheitsminister Spahn wird wegen des TSVG von Ärzten kritisiert. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" betont er: Es wird mit Falschinformationen Stimmung gemacht. mehr »

Galenus-Gala 2018 – Das sind die Gewinner

Was zeichnet innovative Arzneimittelforschung aus? Vier Medikamente und eine Forschergruppe erhalten den Galenus-von-Pergamon-Preis 2018. Für beispielhaftes soziales Engagement wurde zudem der CharityAward verliehen. mehr »

CharityAward für Zahnarzt im Waschsalon

Mit dem CharityAward zeichnet Springer Medizin Engagement von Menschen aus, die sich ehrenamtlich um hilfsbedürftige Menschen kümmern. Die diesjährigen Preisträger sind nun gekürt worden. mehr »