Ärzte Zeitung, 29.05.2007

Ärzte distanzieren sich von Doping-Praktiken

Marburger Bund-Chef fordert rechtliche Klarstellung

BERLIN (ddp). Nach den Doping-Geständnissen im Radsport haben sich Ärzte von mitwirkenden Medizinern distanziert und schärfere Strafen gefordert.

Der Chef des Marburger Bundes, Frank Ulrich Montgomery, sprach sich am Freitag für "eine Verschärfung und rechtliche Klarstellung durch einen eigenen Doping-Paragrafen" aus.

Beim geplanten Anti-Doping-Gesetz seien allerdings "noch viele Fragen offen", sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing. Klar sei, dass künftig "der Besitz von nicht geringen Mengen strafbar sein wird". Das Bundeskabinett beschäftigt sich am Mittwoch mit dem Thema.

Hartmannbund-Chef Kuno Winn rief die Bundesländer dazu auf, die Heilberufsgesetze zu konkretisieren und verlangte mehr Eigenkontrolle der Ärzte. Am Wochenende bezichtigte der frühere Telekom-Masseur Jef D’Hond Jan Ullrich des Dopings. Er habe dem Sportler einmal EPO verabreicht.

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Dopingkontrollen sind Augenwischerei

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Ärzte sollten die Betreuung von gedopten Sportlern ablehnen

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