Ärzte Zeitung, 18.12.2008

B-Probe bei Dopingkontrollen überflüssig?

Diskussion über Vorschlag der Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention

FRANKFURT/MAIN (eis). Führende Sportärzte aus Deutschland fordern die Abschaffung der B-Probe bei Dopingkontrollen.

Durch die Abschaffung würden die Rechtssicherheit erhöht, rasche Sanktionen ermöglicht und die Abschreckung verstärkt, so die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) (wie berichtet).

Der Nachweis einer verbotenen Substanz durch ein anerkanntes Labor sei bereits der Beweis von Doping. Dagegen komme es nicht selten vor, dass in der B-Probe die Spuren von Hormonen wie EPO nicht mehr nachweisbar seien.

Kritik kommt von Dr. Hans Geyer vom Zentrum für präventive Doping-Forschung in Köln: "Wenn die B-Probe abgeschafft würde, wäre das ein absoluter Rückschritt und eine Missachtung von Athletenrechten", wird der Experte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zitiert.

Lesen Sie dazu auch:
Doping: Ärzte wenden sich gegen B-Probe

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