Ärzte Zeitung, 22.11.2007

Gründlicher Klinikcheck hilft Assistenzärzten

Tipps zur Weiterbildung

BERLIN (ble). Nachwuchsmediziner können bereits mit der Wahl der richtigen Weiterbildungsstelle frühzeitig den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere legen.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen für einen guten Start in der Klinik zählt nach Ansicht von Professor Hans Schweisfurth allerdings, dass sich angehende Assistenzärzte vorab einen gründlichen Überblick über Qualität und Inhalte der Weiterbildungsstelle verschaffen - und wesentliche Ausbildungsinhalte schriftlich festhalten. Schweisfurth ist Vorsitzender des Prüfungsausschusses für Innere Medizin und den Schwerpunkt Pneumologie der Landesärztekammer Brandenburg.

So könne sich der angehende Assistenzarzt bereits aus Informationen wie Ort, Lage und Trägerschaft der Klinik, ihres Versorgungsgrades, der Zahl der Abteilungen und der weiterbildungsermächtigten Ärzte ein erstes Bild machen, ob die Stelle den eigenen Vorstellungen entspricht, rät Schweisfurth.

Assistenzärzte sollten zudem bereits vor der Vertragsunterschrift wissen, welche Anforderungen an sie gestellt werden. Dazu gehöre auch, sich über Arbeitszeitregelungen, Teilnahmen an Nacht- und Wochenenddiensten informieren zu lassen, um sich gegen böse Überraschungen zu wappnen, so Schweisfurth.

Klare, schriftlich festgehaltene Absprachen schlägt er auch für Rotationen, etwa in die Intensivmedizin, oder fakultative Fortbildungen im Ausland vor. Damit lasse sich vermeiden, dass der Vorgesetzte den zu Antritt als unproblematisch erachteten Wechsel in eine andere Abteilung mit Verweis auf eine angespannte Personallage ablehne.

Schließlich sind Schweisfurth zufolge zu Anstellungsbeginn auch Zielvereinbarungen sinnvoll. Diese könnten sich später unter Umständen gehaltssteigernd auswirken, so Schweisfurth.

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