Ärzte Zeitung, 28.04.2008

Große Koalition hält an Fonds weiter fest

BERLIN (dpa). Trotz anhaltender Kritik am geplanten Gesundheitsfonds hält die große Koalition am Herzstück ihrer Gesundheitsreform fest.

Das machten Fachpolitiker von Union und SPD am Donnerstagabend im Bundestag klar. Während FDP und Grüne vor steigenden Beiträgen warnten, betonte Carola Reimann (SPD), in Kassen mit hohen Beiträgen würden die Versicherten vom Einheitssatz profitieren. Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, Annette Widmann-Mauz (CDU), ergänzte, der einheitliche Beitragssatz schaffe mehr Transparenz und verstärke den Wettbewerb zwischen den Kassen.

Der Gesundheitsfonds soll, wie bereits berichtet, Anfang 2009 als Sammelstelle eingeführt werden, in die alle Krankenkassenbeiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern fließen.

Für die Versicherten soll es grundsätzlich einen einheitlichen Beitragssatz geben, der jährlich vom Bund festgelegt wird. Krankenkassen mit überdurchschnittlich vielen kranken oder alten Mitgliedern erhalten über einen Finanzausgleich Geld von den anderen Kassen. Wenn sie trotzdem nicht mit ihrem zugeteilten Geld auskommen, können sie von ihren Mitgliedern einen Zuschlag verlangen. Kassen, die Geld übrig behalten, dürfen dies an ihre Versicherten zurückgeben.

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