Ärzte Zeitung, 19.09.2008

Kamerchef setzt auf Druck durch die Öffentlichkeit

BAD SEGEBERG (di). SchleswigHolsteins Kammerpräsident Dr. Franz-Joseph Bartmann hofft bei der Durchsetzung der Klinikforderungen auf Druck durch die Öffentlichkeit.

Von einer Anzeigen- und Medienkampagne im Vorfeld der Demonstration am 25. September in Berlin erwartet er Information und Aufmerksamkeit in der Bevölkerung für das Thema.

Zugleich setzt er auch auf eine möglichst hohe Beteiligung der Ärzte an der Demonstration. "Wir wollen die politisch Verantwortlichen überzeugen, endlich Auswege aus der Finanzkrise zu beschließen", sagte Bartmann.

Als wichtigsten Punkt nannte der Kammerpräsident den Abbau des Investitionsstaus in den Krankenhäusern. Außerdem forderte er die Politik auf, den Sanierungsbeitrag zu streichen, für eine Refinanzierung der vereinbarten Tarifsteigerungen an den Krankenhäusern zu sorgen und einen staatlichen Ausgleich für gestiegene Energie- und Sachkosten einzuführen.

Nötig seien außerdem "Gedanken, wie der stationäre Sektor ohne lähmende Krankenhausbudgets arbeiten könne".

Bartmann sieht in den 96 Kliniken seines Bundeslandes eine "sich zuspitzende Finanz- und Personalsituation", die er für Mitarbeiter und Patienten als unverantwortlich einstuft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Frauen leben länger, Männer glücklicher

Frauen haben in allen europäischen Ländern eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer, die zusätzlichen Jahre bescheren ihnen jedoch selten Freude. mehr »

So gefährlich sind Krampfadern

Krampfadern sollten nicht nur als kosmetisches Problem angesehen werden. Auch wenn die Varizen keine Beschwerden verursachen, bergen sie gesundheitliche Gefahren. mehr »

Die Macht der Position

Sexismus im medizinischen Alltag: Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler bricht hier eine Lanze für die Männer. Diskriminierung kennt sie - geschlechtsunabhängig - eher durch einen anderen Faktor. mehr »