Ärzte Zeitung, 22.09.2008

Kammer Hessen gegen aktive Sterbehilfe

FRANKFURT/MAIN (fuh). Das neue Präsidium der Landesärztekammer Hessen hat sich in scharfer Form gegen jede Form von aktiver Sterbehilfe ausgesprochen.

"Im Gegensatz zu einer utilitaristischen, also rein nutzenorientierten Einstellung in der Medizin, treten wir Ärzte für die Würde des Menschen am Anfang und am Ende des Lebens ein", sagte Kammer-Vizepräsident Martin Leimbeck aus Braunfels bei der Vorstellung des Konzepts der LÄK Hessen für die neue Wahlperiode.

Ziel müsse es grundsätzlich sein, Menschen auch in ihrer letzten Lebensphase mit den Möglichkeiten der Palliativmedizin ein würdevolles und zugleich lebenswertes Dasein zu bieten.

Mit Blick auf immer wieder neue Berichte über eine angeblich notwendige aktive Sterbehilfe in Deutschland warnte Leimbeck vor einem schleichenden Prozess ohne öffentliche gesellschaftliche Diskussion.

Die Kammer Hessen fördert die Palliativmedizin mit Fortbildungsangeboten und Tagungen. Aktiv unterstützt sie auch die Arbeit von palliativmediznischen Netzwerken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »