Ärzte Zeitung, 21.10.2008

Kommentar

Ein echtes Armutszeugnis!

Von Christoph Fuhr

Politiker mit Uni-Erfahrung, deren Eltern Studiengebühren eben mal aus ihrer Portokasse überwiesen hätten, werden das kaum nachvollziehen können: Viele Abiturienten gehen nur deshalb nicht an die Uni, weil sie sich von genau diesen Gebühren abschrecken lassen.

Eine neue Studie, von der gestern Details bekannt wurden, zeigt: Deutschland tritt mit Blick auf Bildungs-Chancengleichheit auf der Stelle. Soziale Herkunft darf kein Maßstab fürs Studium sein? Darüber ist doch schon vor 30 Jahren diskutiert worden.

Jetzt wird klar: Die Widersprüche in der Bildung sind größer geworden, und das hat auch Folgen für die Gesundheitsversorgung: Deutschland gehen Ärzte verloren, weil sich fähige Abiturienten wegen der Kosten gegen ein Medizinstudium entscheiden. Ein Armutszeugnis!

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Asthma – oder nur zu dick?

Wenn keuchende, schwer übergewichtige Patienten in der Praxis über "Asthma" klagen, ist Vorsicht geboten. Denn oft sind die Symptome kein pneumologisches Problem. mehr »

WHO veröffentlicht die ICD-11

Nach 26 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation die Klassifikation der Todesursachen und Krankheiten auf eine neue Grundlage gestellt. Die ICD-11 ist am Montag veröffentlicht worden. mehr »

Warum Patienten aggressiver werden

Dass Patienten Ärzte verbal angreifen und bedrohen, kommt in Deutschland immer häufiger vor. Die Gründe dafür sind vielfältig. Vielerorts wappnen sich Mediziner in Praxen und Kliniken gegen die stärker aufkommende Gewalt. mehr »