Ärzte Zeitung, 20.11.2008
 

Die Sicht von Janssen-Cilag

"Das System öffnet sich für Selbstbestimmung"

Dr. Marcel Mangen, Geschäftsführer des Pharmaunternehmens Janssen-Cilag, schätzt das Szenario C so ein: "Der Vertragswettbewerb wird stark ausgeweitet und die staatliche Regulierung deutlich zurückgefahren. Das Gesundheitssystem öffnet sich für Selbstbestimmung und Wettbewerb."

Darüber hinaus kommt Mangen zu dieser Einschätzung: "Ein System, das die Abgrenzung des Leistungskatalogs einem marktähnlichen, aber durch einen morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich regulierten Mechanismus mit einer fundamental veränderten Rolle der Konsumenten überlässt, erscheint den meisten Stakeholdern heute nicht vorstellbar."

Zur Erinnerung: Das Unternehmen Janssen-Cilag versteht seine Zukunftsarbeit seit vielen Jahren als einen aktiven Beitrag zur Gestaltung des Gesundheitswesens. Im Rahmen dieser Arbeit ist die 5. Delphi-Studie entstanden. Kernfrage der Studie: "Wie kann in Zeiten des demografischen Wandels und bei steigendem medizinischem Fortschritt und Bedarf auch zukünftig eine finanzierbare, qualitativ hochwertige und allen Versicherten zugängliche Gesundheitsversorgung gewährleistet werden?"

Janssen-Cilag ist eine Tochtergesellschaft des Healthcare-Konzerns Johnson & Johnson. In Deutschland gehört das Unternehmen, das rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt, zu den zehn führenden forschenden Arzneimittelanbietern.

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Weitere Beiträge zur Serie:
"Perspektive 2020 - Delphi-Studie - Janssen-Cilag"

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