Ärzte Zeitung, 24.11.2008

Operateure fürchten in Bayern Rückgang ambulanter Eingriffe

MÜNCHEN (fst). Nach Ansicht der ambulanten Operateure in Bayern kann die Senkung der Honorare um 20 Prozent die Kassen teuer zu stehen kommen: Das Bayerische Schiedsamt hatte den Punktwert für ambulante Operationen auf 3,5 Cent festgelegt.

Bereits bei einem Punktwert von vier Cent gibt es nach Angaben von Landesverbands-Chef Dr. Axel Neumann keinen Arztlohn mehr, da sich nur "mit Mühe" die Sach- und Betriebskosten noch decken ließen. Neumann fürchtet, dass die Zahl ambulanter Operationen "dramatisch" zurückgehen werde.

Mit teuren Folgen: So erhalte ab kommendem Jahr ein niedergelassener Chirurg für die Op eines Patienten mit Karpaltunnelsyndrom 321,50 Euro. Hingegen betrage das DRG-Entgelt im Krankenhaus 2046,20 Euro. Neuhaus erneuerte die Forderung, es müsse "gleiches Geld für gleiche Leistung" geben.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (75383)
Organisationen
DRG (775)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »