Ärzte Zeitung online, 18.02.2009

"Tatort"-Kommissar muss für Griff zum Glimmstängel 35 Euro zahlen

MÜNSTER (dpa). Für seinen unerlaubten Griff zum Glimmstängel muss Schauspieler Axel Prahl (48) alias "Tatort"-Hauptkommissar Frank Thiel 35 Euro Strafe zahlen.

Der Bescheid über das Verwarnungsgeld des Ordnungsamtes Münster werde Prahl in den nächsten Tagen zugeschickt, sagte ein Sprecher der Stadt. Der 48-Jährige hatte Ende Januar bei der Vorpremiere des 15. Münster-"Tatorts" demonstrativ geraucht und damit gegen das Nichtraucherschutzgesetz verstoßen. Prahl bedauerte später sein Handeln: "Ich rauche gerne, aber verärgern wollte ich bei der "Tatort"-Premiere natürlich niemanden", ließ Prahl über die WDR-Pressestelle mitteilen.

"Sicherlich war die Entschuldigung in aller Öffentlichkeit mit ausschlaggebend für die Höhe der Verwarnung", sagte der Stadtsprecher. Die Behörden hätten bei Ordnungswidrigkeiten dieser Art einen Beurteilungsspielraum. "Ich bin zuversichtlich, dass die 35 Euro einen Kriminalhauptkommissar nicht zum Sozialfall machen." Als Prahls öffentlich zur Schau gestellter Griff zur Zigarette bundesweit für Schlagezeilen sorgte, war zunächst von einem Bußgeld von bis zu 100 Euro die Rede gewesen.

Lesen Sie dazu auch:
"Tatort"-Kommissar Prahl droht Bußgeld wegen unerlaubten Rauchens

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