Ärzte Zeitung, 20.02.2009

Kommentar

Verbot für Doping-Ärzte

In Berlin wird derzeit viel über Doping geredet. Die Bundeskanzlerin trifft sich mit der Nationalen Anti-Doping-Agentur, um über neue Regeln im Kampf gegen künstliche Ausdauer zu sprechen. Gleichzeitig gibt die Bundesärztekammer (BÄK) zum Thema "Doping und ärztliche Ethik" eine Stellungnahme heraus. Gut so. Bislang gab es einen solchen Leitfaden nicht.

Jeder Arzt sollte das Papier in seiner Schreibtischschublade gut aufbewahren. Mediziner werden heute immer öfter mit Doping konfrontiert - nicht nur Verbandsärzte, die Radprofis betreuen. Auch im Freizeit- und Breitensport helfen viele Menschen inzwischen nach, damit es schneller, weiter, höher geht. Was im BÄK-Papier fehlt, das ist die klare Ansage, dass Ärzte, die Dopingpraktiken unterstützen, mit Berufsverbot belegt werden müssen. Doping ist verboten - daher gehören auch Doping-Ärzte verboten. (hom)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »