Ärzte Zeitung, 30.03.2009

Pressestimmen

Nordbayerischer Kurier
Die CSU spielt ein verzweifeltes Hase-und-Igel-Spiel, will immer schon da sein, wo der Mainstream gerade hin zu tendieren scheint. (...) Die Gesundheitspolitik, da hat die CSU ja Recht, braucht tatsächlich einen Neuanfang. Viele Gelder werden verpulvert, Ärztestrukturen zerstört, falsche Anreize gesetzt. Die CSU verspricht nun nichts weniger als eine Wundermedizin. Es wäre einem wohler, wenn sie diese Mixtur nicht brauen würde, während sie atemlos Wählerstimmen nachjagt.

Stuttgarter Nachrichten
Nein, was die CSU treibt, ist nicht bessere Einsicht. Es ist der Wille, unter allen Umständen populär zu sein und koste es die Distanzierung von den eigenen Grundsätzen. Aber wer jedermanns Freund sein will, wusste schon Stuttgarts Ex-OB Manfred Rommel, ist bald jedermanns Dackel. Aber wer will schon gerne Dackel sein?

Flensburger Tageblatt
Allein die Tatsache, dass 140 000 niedergelassenen Ärzten mit der Honorarreform gut drei Milliarden Euro mehr zur Verfügung stehen, einzelne Arztgruppen aber deutlich weniger erhalten, offenbart absurde Systemfehler. Nur bleibt die Frage, wie ein anderes Regierungsbündnis eine bessere Gesundheitsreform auf den Weg bringen will, wenn selbst die große Koalition so kläglich gescheitert ist. Denn das ist sicher: Eine Stabilisierung wird nur mit Mut zu unpopulären Maßnahmen gelingen.

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Scheintransparenz und Bürokratie

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Die Reform der Körperschaften entpuppt sich heute als grandioser Flopp

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