Ärzte Zeitung, 02.06.2009

Ärzte bei Fragen zur Organspende erste Ansprechpartner

KÖLN(iss). Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) will noch in diesem Jahr Ärzte gezielt in ihre Aktivitäten zur Förderung der Organspende einbeziehen. Dabei geht es um eine stärkere Rolle der Ärzte bei der Information über die Organspende und bei der Ausgabe von Spendeausweisen. Die jüngste repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Healthcare zeigt die große Bedeutung der Mediziner in dieser Frage. TNS hatte im vergangenen Jahr 4000 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren zum Thema Organspende befragt.

Dabei hatten 76 Prozent angegeben, dass der Arzt ihr bevorzugter Gesprächspartner ist, wenn sie über Organ- und Gewebespende reden wollen. Bei einer Befragung sieben Jahre zuvor waren es noch 59 Prozent. An zweiter Stelle folgen Partner und Angehörige mit 50 Prozent (32 Prozent). Mit 70 Prozent nannten die meisten den Arzt auch als Bezugsquelle für den Organspendeausweis.

Lesen Sie dazu auch:
Neun Kliniken besonders fit für Organspenden
Bereitschaft zur Organspende steigt in Deutschland

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »