Ärzte Zeitung online, 08.06.2009

29 Prozent der Eltern beantragen Elterngeld für beide Partner

WIESBADEN(dpa). Elterngeld wird in vielen Familien von Vater und Mutter beansprucht - allerdings von den Müttern wesentlich länger als von den Vätern. Für Kinder, die im Januar und Februar 2008 geboren wurden, haben bis März 2009 rund 126 000 Mütter und Väter Elterngeld in Anspruch genommen.

Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mit. In knapp 29 Prozent dieser Fälle erhielten sowohl Mütter als auch Väter Elterngeld.

Mütter oder Väter, die nach der der Geburt eines Kindes vorübergehend aus dem Beruf aussteigen, erhalten 14 Monate lang 67 Prozent des letzten Nettolohnes, maximal 1800 Euro monatlich.

Der Anteil der Väter an den 126 000 Eltern betrug 16 Prozent (20 300 Männer). Am höchsten war der Anteil der Väter, die Elterngeld bezogen, in Berlin (21 Prozent) und Bayern (20 Prozent), am geringsten im Saarland (10 Prozent).

Die überwiegende Mehrheit der Väter - 70 Prozent - bezog das Elterngeld zwei Monate lang, vier Prozent zwölf Monate. Bei den Müttern war es umgekehrt: 76 Prozent von ihnen bezogen zwölf Monate lang Elterngeld, vier Prozent lediglich zwei Monate lang.

Seit Anfang 2008 erheben die Statistiker nicht mehr die Zahl der Anträge auf Elterngeld, sondern die Zahl der Fälle, in denen die Leistungen abgeschlossen sind. Damit sei ein Perspektivwechsel verbunden, denn eine Betrachtung der beendeten Leistungsbezüge erlaube Aussagen über die tatsächliche Inanspruchnahme des Elterngeldes.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können auch das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Liebe überwindet geistige Behinderung

Eine Anlaufstelle in Mainz kümmert sich, wenn Menschen mit geistiger Behinderung wegen unerfüllter Sehnsucht nach Lust und Liebe das Herz schwer ist. Anfragen kommen aus ganz Deutschland. Trotzdem droht die Schließung. mehr »

Putzen schadet der Lunge ähnlich wie Rauchen

Schlechte Nachrichten für Sauberkeitsfans: Wer regelmäßig Reinigungsmittel benutzt, schadet seiner Lunge so, als ob man jahrelang raucht. Diesen Effekt fanden Forscher aber nur bei Frauen – doch sie haben dafür eine Erklärung. mehr »