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Ärzte Zeitung online, 09.06.2009

Suchtexperte fordert Drogen-Grenzwerte im Verkehr

TUTZING(dpa). Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) fordert im Straßenverkehr Grenzwerte für illegale Drogen. "Bis jetzt galt: Wenn bei jemandem Cannabis-Konsum nachgewiesen worden ist, gilt er als fahruntüchtig aus 'charakterlichen Gründen‘", sagte der Geschäftsführer Raphael Gaßmann am Rande eines DHS-Symposiums am Montag im bayerischen Tutzing.

"Das geht aber an unserer Lebenswirklichkeit vorbei." Drogen wie Cannabis könnten auch noch nach Wochen nachgewiesen werden. "Nicht jeder, der einmal auf einer Party kifft, ist aber charakterlich ungeeignet, ein Fahrzeug zu führen", betonte Gaßmann. Deshalb seien Grenzwerte für die illegalen Suchtmittel notwendig, genau wie für Alkohol.

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