Ärzte Zeitung, 27.07.2009

Kommentar

Sommertheater um Dienstwagen-Klau

Von Helmut Laschet

Welch Freude: Der deutsche Neidhammel hat endlich einen Grund, sich zu empören, Journalisten und politische Hinterbänkler liefern das Futter. Der Anlass: Ulla Schmidt ist im Urlaub der Dienstwagen geklaut worden. Nicht das ist der Skandal, sondern dass die Ministerin Auto, Fahrer und Familie nach Spanien hat mitreisen lassen - 5000 Kilometer hin und zurück.

Kommentatoren meinten, dem Dieb gebühre das Bundesverdienstkreuz; erst der Klau habe offenbart, wie schamlos Politiker Privilegien ausbeuteten. Wie bitte? Dienstwagen und deren Nutzungsmodalitäten gehören zur Ministerausstattung. Panzerung plus Bodyguards zur bitteren Notwendigkeit. Und Reisefreiheit auch für Minister zu den Grundrechten. Das sind keine Privilegien.

Lesen Sie dazu auch:
Ministerin Ulla Schmidt unter Beschuss

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[29.07.2009, 12:21:33]
Werner Grode 
Sommertheater um Dienstwagen-Klau - Kommentar
Eigentlich hätte ich von Herrn Laschet mehr als einen eher von Untertanentum und Interessenlosigkeit geprägten Kommentar erwartet. Vielleicht ist das aber auch nur seine Neubewertung von zumindest moralischem Unrechtsbewußtsein oder die neue Art einer persönlich unabhängigen Beurteilung nach aktueller politischer Tendenz.  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »