Ärzte Zeitung online, 25.08.2009

Ulla Schmidt ruft junge Menschen zum Blutspenden auf

AACHEN (dpa). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat junge Menschen in Deutschland zum Blutspenden aufgerufen. "Damit es in Zukunft nicht zu Engpässen kommt, ist das Engagement vor allem junger Erwachsener wichtig", sagte die Ministerin am Dienstag in Aachen.

Ulla Schmidt ruft junge Menschen zum Blutspenden auf

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.

Foto: eh

Zum Start einer bundesweiten Nachwuchs-Werbekampagne ging sie als Spenderin mit gutem Beispiel voran. "Es tut nicht weh, es macht nicht krank, und es kann Leben retten", sagte Schmidt.

Nach Einschätzungen von Experten kommen von den zwei Millionen regelmäßigen Spendern in den nächsten Jahren viele altersbedingt nicht mehr infrage. Deshalb müsse man um Nachwuchs werben, stellte die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA) fest. In Deutschland werden den Angaben zufolge täglich 15 000 Blutspenden für Schwerkranke, Unfallopfer und Operationen gebraucht. Spenden könnten Menschen zwischen 18 und 68 Jahren, Erstspender bis 60 Jahre.

Jeder zweite Jugendliche könne sich zwar vorstellen, Blut zu spenden. Aber schlecht informiert und mit "vagen Vorbehalten" im Hinterkopf machten dann doch viele nicht den letzten Schritt. Der Anteil an jungen Leuten betrage bis zu 40 Prozent, sei aber regional sehr unterschiedlich, sagte BZgA-Sprecherin Ursula Münstermann.

Die Kampagne "Einfach Leben retten. Spende Blut!" soll über die Blutspendedienste mehr Menschen ab 18 Jahren als Spender gewinnen. Mit harten Fakten und flotten Sprüchen - "Mein erstes Mal, aber die zweite Chance für andere" - will die BZgA junge Menschen in Unis, Schulen, Fitnessstudios, Kinos oder Discos erreichen.

Kampagne im Internet: www.einfachlebenretten.de

Lesen Sie dazu auch:
Blutspende als Event: Das soll die Jungen locken

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