Ärzte Zeitung online, 26.08.2009

Fast 20 Milliarden Euro für Sozialhilfe

WIESBADEN (dpa). Fast 20 Milliarden Euro sind im vergangenen Jahr in Deutschland für Sozialhilfe ausgegeben worden - 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die verschiedenen Träger wie Gemeinden oder Länder hätten dafür netto 19,8 Milliarden Euro aufgewendet, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit. Den größten Anteil machte mit 11,2 Milliarden Euro (plus 5,3 Prozent) die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen aus.

Damit wird behinderten Menschen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Arbeitslosengeld zahlt die Bundesagentur für Arbeit, es fällt daher nicht in diese Statistik.

Für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung gaben die Sozialhilfeträger im vergangenen Jahr 3,7 Milliarden Euro (plus 6 Prozent) aus. Diese Art von Hilfe wird bedürftigen Erwachsenen gewährt, die dauerhaft nicht arbeitsfähig sind. Rund 2,8 Milliarden Euro (plus 3,2 Prozent) wurden als Hilfe zur Pflege gezahlt. Diese Leistungen erhalten Menschen, die wegen Krankheit oder Behinderung fremde Hilfe im Alltag brauchen und die Kosten weder selbst tragen können noch von der Pflegeversicherung bezahlt bekommen.

Für die finanzielle Unterstützung zum Lebensunterhalt wurden der Statistik zufolge 0,9 Milliarden Euro ausgegeben (plus 16,1 Prozent). Seit 2005 erhalten Bedürftige, die grundsätzlich erwerbsfähig sind, Hartz IV. Die Ausgaben werden deshalb seit 2005 nicht mehr in der Sozialhilfestatistik nachgewiesen.

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