Ärzte Zeitung online, 28.08.2009

Aidshilfe erweitert Präventionsangebot

KÖLN (iss). Die Aidshilfe Nordrhein-Westfalen erweitert ihr Angebot in der Primärprävention. Mit einem neuen Beratungs- und Testmobil bieten die Mitarbeiter an verschiedenen Orten wie Autobahnrastplätzen, Straßenfesten oder vor Kneipen Information und Beratung über HIV und andere Krankheiten und die Möglichkeit eines HIV-Schnelltests.

Das Projekt "Beratung und Test" der Aidshilfe hatte gezeigt, dass es Bedarf für solche Initiativen gibt. Seit einigen Monaten suchen Mitarbeiter der Organisation gemeinsam mit Ärzten gezielt Szenetreffpunkte von schwulen Männern auf, um ihnen Beratung und kostenlose anonyme Schnelltests anzubieten.

"Die Aidshilfen in NRW sind hoch motiviert, ihre Präventionsanstrengungen weiter fortzusetzen und zu differenzieren, um möglichst viele Menschen mit einem HIV-Risiko zu erreichen", sagt Klaus-Peter Schäfer, stellvertretender Landesvorsitzender der Aidshilfe NRW. Im Fokus stehe dabei die Beratung von schwulen Männern und die Aufklärung über den HIV-Test. "Das Testergebnis - positiv wie negativ - bietet Chancen, zum Beispiel für eine frühzeitige Behandlung, die die Lebenserwartung erheblich verbessert, über das persönliche Risiko und das eigene Verhalten nachzudenken", sagt Schäfer.

Insgesamt erreichten die Mitarbeiter der Aidshilfe im bevölkerungsreichsten Bundesland im vergangenen Jahr fast 330 000 Personen in der Primärprävention verglichen mit 293 000 im Jahr 2007.

Zurzeit leben in NRW rund 14 000 Menschen mit dem HI-Virus. 2008 wurden 735 neue Diagnosen gemeldet, davon 87 Prozent bei Männern.

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