Ärzte Zeitung, 11.09.2009
 

Krebsgesellschaft: Mehr psychosoziale Betreuung nötig!

HAMBURG (dpa). Die psychosoziale Betreuung von Krebspatienten etwa durch Psychologen und Sozialarbeiter sollte nach Ansicht von Experten ausgebaut werden.

"Da haben wir noch viel zu wenig", sagte die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Dagmar Schipanski, am Mittwoch in Hamburg. Das Renditestreben vieler Kliniken führe dazu, dass Stellen von Klinikseelsorgern abgebaut würden, betonte der Vorsitzende der Hamburger Krebsgesellschaft, Ulrich Kleeberg. Die geringe psychosoziale Versorgung in Klinik und Ambulanz sei ein Problem geworden, sagte Kleeberg.

Die Patienten sollten im Krankenhaus nicht nur medizinisch behandelt werden, forderte Schipanski - sondern auch psychosozial. Dabei kann es um Konflikte in Partnerschaft und Familie sowie im Freundes- und Kollegenkreis gehen, aber auch um finanzielle Sorgen wegen der Krankheit. Jedes Jahr erkranken rund 436 000 Menschen neu an Krebs.

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