Ärzte Zeitung, 29.09.2009

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Gedämpfter Optimismus für die nächsten vier Jahre

Stimmungsbild unter den Ärzten / Veränderungen im Bundestag

BERLIN/NEU-ISENBURG (HL/bee). Die klare Mehrheit für ein konservativ-liberales Bündnis versetzt niedergelassene Ärzte nicht in Euphorie. Mit gedämpftem Optimismus lässt sich die Stimmung unter den Vertragsärzten einen Tag nach der Wahl am ehesten umschreiben.

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Foto: Kzenon©www.fotolia.de

Wie Ärzte ihre Situation nun unter einer neuen Regierung bewerten, hat das Lenggrieser MKM-Marketinginstitut in einer Online-Umfrage unter 1000 niedergelassenen Medizinern am Montag ermittelt. Die gute Nachricht: über 80 Prozent der Befragten befürchten offenbar nicht, dass sich die Wirtschafts- und Finanzkrise negativ auf ihre Kassenhonorare auswirkt.

22,4 Prozent der Ärzte erwarten, dass ihre Honorare aus der Behandlung von Kassenpatienten unter der neuen Bundesregierung steigen werden, 59,1 Prozent meinen, dass sie stabil bleiben, 18,5 Prozent erwarten sinkende Einnahmen. Generell gilt, dass Fachärzte optimistischer sind: 24,4 Prozent erwarten Wachstum; bei den Hausärzten sind es nur 18,3 Prozent. 61,3 Prozent der Hausärzte (58,1 Prozent der Fachärzte) erwarten in der nun beginnenden Legislaturperiode in etwa gleich bleibende Kassenhonorare.

In Berlin beginnt unterdessen die Debatte ums neue Spitzenpersonal. Als potenzielle Nachfolger von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt werden Josef Hecken, Präsident des Bundesversicherungsamtes, und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen gehandelt. Schmidt kündigte unterdessen ihren Abschied von der Gesundheitspolitik an.

Zwangsläufig, weil nicht wiedergewählt, nimmt die Patientenbeauftragte Helga Kühn-Mengel den Hut, ebenso wie SPD- Rechtsexperte Joachim Stünker. Auch der Arzt Hans-Georg Faust (CDU) schaffte es nicht.

 

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