Ärzte Zeitung online, 23.10.2009

Seehofer bestätigt: Einigung bei Gesundheitsfonds

BERLIN (dpa). Union und FDP haben sich auf eine Regelung für den umstrittenen Gesundheitsfonds geeinigt. Dies bestätigte CSU-Chef Horst Seehofer am frühen Freitagmorgen am Rande der Koalitionsverhandlungen in Berlin. Genauere Angaben machte er nicht.

Seehofer deutete an, dass der Koalitionsvertrag weitestgehend unter Dach und Fach sei. Im Laufe des Tages müsse alles noch einmal "sorgfältig durchgeschaut" werden, sagte der CSU-Chef.

Dem Vernehmen nach wollen die beiden Verhandlungsführer der Arbeitsgruppe Gesundheit, die bisherige Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) und der niedersächsische Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), am Vormittag das Ergebnis zum Gesundheitsfonds vorstellen.

Eine Einigung gab es auch bei Bildung und Forschung. Hier sollen jährlich drei Milliarden Euro mehr investiert werden, um das vor zwölf Monaten zwischen Bund und Ländern verabredete Ziel zu erreichen, zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes für diesen Sektor auszugeben, hatte Unions-Fraktionschef Volker Kauder am späten Donnerstagabend gesagt. Bildung sei "das Thema" der Zukunft.

Lesen Sie dazu auch:
Union und FDP wollen Fonds abschaffen

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »