Ärzte Zeitung, 26.10.2009

Ärztin und Karriere - an der Charité klappt's

BERLIN (ami). An der Berliner Universitätsklinik Charité arbeiten überdurchschnittlich viele Ärztinnen in Spitzenpositionen. Auch die Kliniken für Kinderchirurgie und für Augenheilkunde werden künftig von zwei Medizinerinnen geführt.

"Damit hat die Charité ihre bundesweite Spitzenstellung bei der Berufung weiblicher Wissenschaftler weiter ausgebaut", so der Ärztliche Direktor Professor Ulrich Frei. Fast zehn Prozent der C 4/W 3-Professuren an der größten Universitätsklinik Europas sind nun laut Frei mit Frauen besetzt. Der Durchschnitt bei den medizinischen Fakultäten in Deutschland liege bei 6,2 Prozent.

Insgesamt sind 17 Prozent der Charité-Professuren mit Frauen besetzt, bei den Juniorprofessuren seien es fast die Hälfte. Verschiedene Maßnahmen der Universitäsklinik sollen die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Tätigkeit erleichtern (wir berichteten).

Charité-Dekanin Professor Annette Grüters-Kieslich weist darauf hin, dass die Mehrzahl der Medizinstudienanfänger weiblich ist. "Daher ist es für die Medizinische Fakultät wichtig zu zeigen, dass es weibliche Vorbilder für eine akademische Karriere gibt", so Grüters-Kieslich.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Alzheimer nach frisch gebackenem Brot riecht

Erst lässt der Geruchssinn nach, dann treten Phantosmien auf – ein US-Neurologe berichtet über seine beginnende Demenz, und weshalb die frühe Diagnose für ihn wichtig war. mehr »

Neuer Pflege-TÜV startet im November

Bislang ist der Pflege-TÜV mehr ein Ärgernis als eine Hilfe. Viel zu oft gibt es sehr gute Noten für Pflegeheime in Deutschland. Nun gibt es grünes Licht für eine Reform. mehr »

1,4 Millionen Krebstote für 2019 erwartet

In diesem Jahr könnten in der gesamten EU mehr Menschen an Krebs sterben als noch vor Jahren. Doch es gibt auch eine gute Entwicklung. mehr »