Ärzte Zeitung, 13.11.2009

Verlagerung der Gesundheitsbehörde sorgt für Zoff

KÖLN (lks). Die Gewerkschaft Ver.di übt heftige Kritik an der geplanten Verlagerung des Landesinstitutes für Gesundheit und Arbeit (LIGA.NRW) auf den Gesundheitscampus Bochum. Die Zentralisierung der bisherigen Standorte gefährde die Arbeit des Instituts.

Der Campus ist als Strategiezentrum vorgesehen, das bereits bestehende und geplante Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft bündelt. Davon erhofft sich die Landesregierung Fortschritte in der gesundheitswirtschaftlichen Entwicklung. Außer dem zentralisierten LIGA.NRW wird auf dem Gelände die bundesweit erste öffentlich-rechtliche Fachhochschule für Gesundheitsberufe angesiedelt.

Ver.di stützt die Vorwürfe auf eine von ihr in Auftrag gegebene Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Danach ist die von der Landesregierung angestrebte Förderung der Gesundheitswirtschaft auch mit den bestehenden Strukturen zu gewährleisten. Es sei kontraproduktiv, das LIGA.NRW von seinen bisherigen Standorten in Bielefeld, Düsseldorf und Münster abzuziehen.

Durch ein solches Vorgehen nehme die Landesregierung bewusst in Kauf, dass "vorhandene und bewährte regionale Netzstrukturen zerstört werden", heisst es in der Studie.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Prostatakrebs bei jungen Männern immer früher entdeckt

Im Vergleich zu den 1990er Jahren wird heute das Prostatakarzinom bei Männern unter 50 Jahren bereits in früheren Stadien diagnostiziert. Darauf deuten Studienergebnisse hin. mehr »

Wie man trotz Plätzchen den Kilos trotzt

Ein Lebkuchen hier, ein Dominostein da und dann noch die fette Weihnachtsgans. Britische Forscher geben studiengeprüfte Tipps gegen den üblichen Gewichtszuwachs an den Feiertagen. mehr »

Pfunde weg, Diabetes weg

Starke Gewichtsreduktion ohne Adipositas-Chirurgie: Das britische „Counterweight-Plus“-Programm bietet Patienten eine Option, die auch in Hausarztpraxen funktioniert. mehr »