Ärzte Zeitung, 16.11.2009
 

Sachsen will mehr Mitsprache bei der Gesundheitsreform

DRESDEN (bee). Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat eine kritische Begleitung der Arbeit der Regierungskommission bei der Gesundheitsreform angekündigt. Er wolle für eine starke ostdeutsche Vertretung in der Kommission sorgen, sagte er in seiner ersten Regierungserklärung im sächsischen Parlament, in der eine Koalition aus CDU und FDP die Mehrheit hat.

"Eine Benachteiligung der ostdeutschen Länder muss verhindert werden." Es sei sozialpolitisch bedenklich, dass laut den angedachten Reformen die Kassenbeiträge im Osten trotz niedrigerer Einkommen steigen würden. Tillich wolle die Kanzlerin beim Wort nehmen, die angekündigt hat, dass niemandem etwas weggenommen werde.

Als neue Herausforderungen für die kommende Legislaturperiode sieht Tillich in der Gesundheitspolitik die Standortnachteile im ländlichen Raum. Hier will seine Regierung vor allem die Kommunen bewegen, sich am in der Dresdener Uniklinik angesiedelten "Carus Consilium Sachsen" zu beteiligen.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (76085)
Organisationen
Consilium (17)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »