Ärzte Zeitung, 14.01.2010

Unicef: Deutschland für Kinder nur mittelmäßig

BERLIN (dpa). Die Situation von Kindern hat sich in Deutschland nach Unicef-Einschätzung in den vergangenen Jahren leicht verbessert. Im Vergleich von 21 Industrieländern liegt die Bundesrepublik nach einer neuen Studie auf Platz acht. 2007 war es noch Rang elf.

Es gebe aber "keinen Anlass, es sich auf einem Mittelplatz bequem zu machen", sagte die Geschäftsführerin von Unicef Deutschland, Regine Stachelhaus. Die Niederlande, Schweden und Finnland liegen vorne.

Dringenden Handlungsbedarf gibt es nach den Worten von Stachelhaus vor allem bei alleinerziehenden Frauen, die unverändert stark von materieller Armut betroffen seien. Sie nannte sie eine von der Politik "vergessene Gruppe". Besorgniserregend sei auch, dass etwa ein Viertel der Jugendlichen ihre beruflichen Perspektiven sehr düster sehen.

Die Unicef-Managerin forderte die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz. Bundesfamilienministerin Kristina Köhler (CDU) äußerte sich dazu kritisch bis ablehnend.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Herzschutz-Effekt durch spezielle Fischöl-Kapseln

Die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren hat in der REDUCE IT-Studie eine erstaunliche Wirkung entfaltet. Zu einem anderen Ergebnis kommt die Studie VITAL. mehr »

In Westeuropa sterben Deutsche am frühesten

Deutschland hat unter 22 westeuropäischen Ländern die niedrigste Lebenserwartung. Wie aus einem aktuellen WHO-Bericht hervorgeht, gibt es im weltweiten Vergleich noch immer drastische Unterschiede – von bis zu 40 Jahren. mehr »

Gemeinsam gegen Antibiotika-Resistenzen

Die Weltantibiotikawoche ist angelaufen: Während die WHO für mehr Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Medizin wirbt, versucht ein Projekt von Ärzten und Kassen die Bürger für Resistenzen zu sensibilisieren. mehr »