Ärzte Zeitung, 22.03.2010

verdi und SPD wollen Standards für Klinikpersonal

FRANKFURT/MAIN (ine). Die Gewerkschaft verdi und die SPD-Landtagsfraktion fordern die Landesregierung auf, Mindestzahlen für das Klinikpersonal ins Krankenhausgesetz aufzunehmen, dessen Novellierung 2010 ansteht. "Wir spüren täglich den zunehmenden Druck auf das Personal", so Georg Schulze-Ziehaus von verdi. "Weniger als eine Pflegekraft für zwei Patienten auf Intensivstationen ist unhaltbar." 

Dem stimmt Dr. Thomas Spies, Arzt und gesundheitspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion zu: Personalmangel führe zwar nicht direkt zu mehr Komplikationen, aber diese würden später erkannt und schwerer verlaufen. Deshalb müssten zur Sicherung der Qualität in Krankenhäusern Mindeststandards eingeführt werden. Eine Arbeitsgruppe des Ministeriums, sollte solche Standards entwickeln, komme aber nicht voran.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »