Ärzte Zeitung online, 14.04.2010

Immer mehr Deutsche für Abzug aus Afghanistan

HAMBURG/BERLIN (dpa). Nach dem Tod von drei deutschen Soldaten bei Kundus am Karfreitag ist die Zustimmung zum Afghanistan-Einsatz in der Bevölkerung weiter gesunken, wie aus einer aktuellen Umfrage hervorgeht.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Erhebung im Auftrag des Magazins "Stern" sprachen sich 62 Prozent der befragten Bundesbürger für den Abzug der Bundeswehr aus dem Land am Hindukusch aus. Dies sei der höchste Wert, den das Institut bei dieser Frage bislang gemessen hat.

Bei schweren Gefechten mit radikal-islamischen Taliban waren am Karfreitag drei deutsche Soldaten getötet worden. Im September 2009, nach den von der Bundeswehr angeordneten Bombardements auf zwei Tanklastwagen bei Kundus, waren 55 Prozent der Befragten für einen Rückzug der deutschen Truppen.

Mit 61 Prozent deutlich hoch war die Ablehnung des Einsatzes zuletzt im Juni 2009. Damals waren drei Bundeswehrsoldaten nach einem Feuergefecht mit Taliban in ihrem Transportpanzer verunglückt und ums Leben gekommen. Vor fünf Jahren (September 2005), als die Lage in der Region Kundus noch ruhiger war, hatten sich nur 34 Prozent einen Abzug der Bundeswehr gewünscht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »