Kongress, 06.05.2010

Norden räumt bei Gesundheitsregionen-Wettbewerb ab

Norden räumt bei Gesundheitsregionen-Wettbewerb ab

Die Metropole Hamburg und die Region Ostseeküste gehören zu den Siegern der zweiten Runde des Wettbewerbs der Gesundheitsregionen.

Von Thomas Hommel

Norden räumt bei Gesundheitsregionen-Wettbewerb ab

Gute Konzepte: Gewinner des Regionen-Wettbewerbs des BMBF. © Bauchspieß

Große Freude im Norden der Republik: Die Gesundheitsregion Ostseeküste und die Metropole Hamburg sind unter den Gewinnern der zweiten Runde des vom Bundesforschungsministerium ausgelobten Gesundheitsregionen-Wettbewerbs. Als dritte Region wurde die Metropolregion Rhein-Neckar am Mittwoch auf dem Hauptstadtkongress ausgezeichnet. Die drei Regionen werden in den nächsten vier Jahren mit jeweils bis zu 7,5 Millionen Euro gefördert. Hinzu kommt noch einmal derselbe Betrag von Partnern aus den Regionen. Ausgewählt wurden die Sieger von einer 18-köpfigen Jury.

Forschungs-Staatssekretär Georg Schütte sagte bei der Übergabe der Urkunden, gefragt sei Gesundheitsforschung, "die so schnell wie möglich" beim Patienten ankomme. Die prämierten Regionen hätten mit ihren Konzepten belegen können, dass sie exzellent forschen, vernetzt arbeiten und ihre Ergebnisse schnell in die Praxis überführen, befand die Jury.

Die Gesundheitsregion Ostseeküste soll als Modellregion für Deutschland zeigen, wie die rasante Ausbreitung multiresistenter Bakterien eingedämmt werden kann. Die Erreger stellen bei der Behandlung älterer oder chronisch kranker Patienten ein wachsendes Problem dar. Hamburg stellt sich mit dem "Netzwerk Psychische Gesundheit" der Herausforderung einer steigenden Zahl von Diagnosen wie Psychose, Depression oder Essstörung. Ziel der Region Rhein-Neckar ist die optimierte Versorgung chronisch Kranker. Dabei soll auf neue Informationstechnologien zurückgegriffen und eine elektronische Patientenakte entwickelt werden.

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