Ärzte Zeitung online, 12.05.2010

Robbe: Versorgungsgesetze für Soldaten anpassen

BERLIN (dpa). Der scheidende Wehrbeauftragte Reinhold Robbe (SPD) hat die Politik aufgefordert, die Ruhestands- und Entschädigungszahlungen für Soldaten anzupassen. Viele Soldaten, die im Einsatz verletzt worden seien, kämpften seit Jahren vor den Sozialgerichten um ihr Recht, sagte Robbe dem Nachrichtensender n-tv.

Auch die Anerkennungsquoten bei Behinderungen nach posttraumatischen Belastungsstörungen seien gering. Deutschland habe die Soldaten in die Auslandseinsätze geschickt. Deshalb gebe es eine besondere Fürsorgepflicht.

Im vergangenen Jahr wurden 466 Soldaten wegen posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS) behandelt. Damit verdoppelte sich die Zahl der Erkrankten im Vergleich zu 2008, wie aus dem im März vorgestellten Jahresbericht des Wehrbeauftragten hervorgeht.

Robbe scheidet an diesem Mittwoch als Wehrbeauftragter aus. Sein Nachfolger ist der FDP-Politiker Hellmut Königshaus. Der Bundestag hatte Königshaus bereits am 25. März zum Nachfolger gewählt.

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