Ärzte Zeitung, 18.05.2010

Kurzer Zivildienst kann freiwillig verlängert werden

BERLIN (bee). Nach wochenlangen Diskussionen hat sich die Koalition auf ein Konzept zur Verkürzung des Zivil- und Wehrdienstes von neun auf sechs Monate geeinigt. Für Zivis soll eine freiwillige Verlängerung von drei bis sechs Monate möglich werden. Ein Konzept dafür soll Mitte Juni vorliegen. Die Regierung will die neue Regelung ein Jahr nach Einführung nochmal überprüfen. Mit der Verlängerung soll die befürchtete Personallücke in Kliniken und sozialen Einrichtungen geschlossen werden, vor der viele Verbände gewarnt hatten. Sorge gab es auch, dass die freiwillige Verlängerung ein "verdecktes Ehrenamt" werde. Das befürchtete Rolf Höfert, Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbandes. Damit Zivistellen künftig nicht nur für zwölf Monate angeboten werden, soll die Entscheidung über eine Verlängerung zwei Monate nach Dienstantritt fällig werden. Der verkürzte Dienst beginnt bereits zum 1. August. Doch der Zeitplan ist eng: Über das Gesetz muss im Bundesrat abgestimmt werden, dort haben sich die Mehrheiten nach der Wahl in NRW verschoben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neu aufgetretene Migräne bei Älteren ist ein Warnsignal!

Patienten, die erst nach dem 50. Lebensjahr eine Migräne mit Aura entwickeln, haben offenbar ein signifikant erhöhtes Schlaganfallrisiko. Ursache könnten (Mikro-)Embolien sein. mehr »

Diabetes geht auch auf die Knochen

Auch wenn Diabetiker häufig Probleme mit Knochen und Gelenken haben, besteht meist kein kausaler Zusammenhang. Doch es gibt seltene ossäre Erkrankungen, die durch die Stoffwechselerkrankung verursacht werden. mehr »

Weniger Kostenrisiko für zu Pflegende

Über den Bundesrat soll ein Paradigmenwechsel in der Finanzierung der Pflegeversicherung herbeigeführt werden. Ziel: Kostenrisiken von Pflegebedürftigen entschärfen. mehr »