Ärzte Zeitung online, 11.06.2010

Seehofer erklärt "Wildsau"-Streit für beendet

MÜNCHEN (dpa). Nach scharfer Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat CSU-Chef Horst Seehofer den "Wildsau"-Streit mit der FDP für beendet erklärt, kritisiert aber weiterhin den Ruf mancher CDU-Politiker nach Steuererhöhungen. Für ihn sei die Bezeichnung "Wildsau" auch "inakzeptabel" gewesen.

"Deshalb war es gut, dass die Bundeskanzlerin das klargestellt hat", sagte Seehofer der "Passauer Neuen Presse" (Samstagsausgabe). Damit sei "die Sache erledigt, aus so etwas kann keine Endlosgeschichte werden". Merkel hatte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ihre beiden Koalitionspartner gerügt.

Für Steuererhöhungs-Forderungen habe er "keinerlei Verständnis", sagte Seehofer. Ausdrücklich lobte er die Klarstellung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der sich inzwischen gegen weitere Steuererhöhungen ausgesprochen hat. Seehofer reklamierte für die CSU größere Geschlossenheit als bei CDU und FDP: "So eine Vielstimmigkeit wie bei anderen gibt es bei uns nicht."

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