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Ärzte Zeitung, 15.06.2010

Gastkommentar

Faire Repräsentanz für Hausärzte

Von Jens Spahn

Faire Repräsentanz für Hausärzte

Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

© CDU

Die hausärztliche Versorgung ist Mittelpunkt der medizinischen Versorgung in Deutschland: Für die meisten Menschen ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner im Krankheitsfall, sie vertrauen ihm in hohem Maße. So leisten die Hausärzte die Kärrnerarbeit im Gesundheitswesen, sie decken ein breites Spektrum ab und sind für viele Menschen Seelsorger und Berater der Familie - oft rund um die Uhr. Das gilt um so mehr in einer älter werdenden Gesellschaft.

Machtgefüge der KVen mit Schlagseite

Das sollte Grund zu einem gesunden Selbstbewusstsein der Hausärzteschaft sein. Das Gegenteil ist aber der Fall: Vielfach fühlen sich die Hausärzte abgewertet oder gar übervorteilt - von Fachärzten, von der Politik, vom System insgesamt.

Es gibt auch objektive Entwicklungen, die ein solches Empfinden begründen: Die Vergütung der hausärztlichen Tätigkeit ist vor allem da, wo es zeit- und arbeitsintensiv ist - auf dem Land und in schwierigen Stadtvierteln - vielfach nicht mehr angemessen.

Das hat greifbare Folgen: Die Zahl der Hausärzte hat sich in den letzten 15 Jahren um 5000 reduziert, die Zahl der Fachärzte ist um 20 000 gestiegen. Dies droht auf Dauer die Machtverhältnisse auch und gerade innerhalb der ärztlichen Selbstverwaltung zu verschieben. Es braucht aber eine faire, ausgewogene und damit ausgeglichene Repräsentation in den Gremien der Selbstverwaltung.

Die FDP muss sich jetzt bewegen

Unser Vorschlag ist es daher, dass in den Vertreterversammlungen der Kassenärztlichen Vereinigungen (VV) per Gesetz je zur Hälfte Vertreter der Hausärzte und der Fachärzte sitzen; zudem soll in der VV zukünftig je ein Vorstandsmitglied auf Vorschlag der Hausärzte und ein weiteres auf Vorschlag der Fachärzte gewählt werden, so dass mit dem Vorsitzenden des Vorstandes künftig alle KVen einen dreiköpfigen, ausgewogen besetzten Vorstand haben.

Zusammen mit der bereits durch den Erweiterten Bewertungsausschuss vollzogenen Trennung der Budgets für die haus- und fachärztliche Versorgung würde dies das deutliche Zeichen setzen, dass uns die hausärztliche Versorgung und die Vertretung ihrer Interessen wichtig ist.

Jetzt liegt es an der FDP: Stellt sie sich positiv zu einer stärkeren Stellung der Hausärzte, dann können wir dieses Thema in der Koalition schnell regeln. Andernfalls wird sich schneller als vielleicht mancher erwartet die Frage nach der Legitimation der KV stellen.

[15.06.2010, 17:22:45]
Dr. Thomas Assmann 
Die KBV-Sprecher spricht
Herr Spahn sagt genau aus was die KBV auch sagt, zu dem versucht
Herr Spahn die Hausarztverträge zu zerschalgen und damit auch die
Hausärzte zumindest in NRW die mit einem RLV von 33 Euro klarkommem
sollen.
Spahn versucht die Hausärzte kaputt zumachen,Spahn im Dienste der KBV und
der Krankenkassen, in dessen Aufsichtsrat Herr Spahn sitzt.
Haben wir es vieleicht mit Doppelmoral und Interessens-
konflikt zu tun ??
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