Ärzte Zeitung online, 17.06.2010

Thüringen schwächt Nichtraucherschutz ab

ERFURT (dpa). In Thüringer Einraumkneipen darf wieder geraucht werden. Der Landtag schwächte das Nichtraucherschutzgesetz am Donnerstag entsprechend ab.

Das Gesetz musste nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2008 geändert werden. Die Richter hatten nur zwei Möglichkeiten offen gelassen: Rauchen in allen Gaststätten zu erlauben oder es gänzlich zu verbieten.

Die Fraktionen von CDU und SPD sprachen von einem guten Kompromiss und stimmten geschlossen für die Reform. Die Grünen, die ein totales Rauchverbot gefordert hatten, warfen der Landesregierung vor, Forschungsergebnisse aus mehreren Ländern wie Irland und Italien ignoriert zu haben. Diese wiesen klar nach, dass sich bei einem konsequenten Rauchverbot sowohl die Gesundheit von Rauchern als auch von Nichtrauchern verbessere. Auch seien die befürchteten Umsatzeinbrüche weitgehend ausgeblieben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Grippe-Impfsaison noch lange nicht vorbei!

Kein Land Europas erreicht die Influenza-Impfziele der WHO. Jetzt vor der Grippewelle appellieren Experten daher an Ärzte, noch möglichst viele Patienten zu schützen. mehr »

Wenn Insulin zum fetten Problem wird

Schon leicht erhöhte Insulinspiegel können offenbar Adipositas sehr stark fördern. Forscher haben sich den Zusammenhang angeschaut und empfehlen Intervallfasten – mit einer Einschränkung. mehr »

Musiktherapie tut Krebskranken gut – zumindest kurzfristig

Ein Bericht für das IQWiG bescheinigt der Musiktherapie kurzfristigen Nutzen im Vergleich zur Routineversorgung bei Angst, Depression und Stress. Zur Bewertung von Langfrist-Effekten fehlen aber Daten. mehr »