Ärzte Zeitung, 23.08.2010

Zöller: Borreliose als Erkrankung wird oft unterschätzt

BERLIN (dpa). Die Borreliose gehört nach Ansicht von Experten noch immer zu den am meisten unterschätzten Krankheiten. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), sprach von "deutlichen Forschungsdefiziten".

Zöller plädierte für eine bundesweite Meldepflicht und die Stärkung der Patientenrechte. "Es kann nicht sein, dass ein Patient von Arzt zu Arzt geht und die Diagnose nach zwei, drei Jahren immer noch nicht feststeht", erklärte der CSU-Politiker.

Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden in den vergangenen Jahren jeweils rund 6000 Borreliose-Erkrankungen in den neuen Bundesländern gemeldet, erklärte eine RKI-Sprecherin. Eine bundesweite Meldepflicht bestehe nicht. Nur Berlin und die neuen Bundesländer hätten die Meldepflicht für Borreliose-Erkrankungen eingeführt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Freunde hinterlassen Spuren im Gehirn – Rauchen auch

Sport, Alkohol, soziale Kontakte – die Lebensführung spiegelt sich im Gehirn wieder, so eine Studie. Und: Raucherhirne laufen auf Hochtouren. Doch das ist nicht positiv gemeint... mehr »

Schwerionen überwinden Tumor-Resistenz

Eine Bestrahlung mit Schwerionen bei Glioblastom kann offenbar auch sehr resistente Krebszellen abtöten. Damit könnte die Schwerionen-Bestrahlung die bessere Alternative zu Photonen sein. mehr »

Die Delegations-Hochburgen in Deutschland

Hausbesuch von NäPA oder VERAH? Geriatrisches Basisassessment durch MFA? Die Neigung von Ärzten, Arbeit zu delegieren, variiert zwischen den Regionen stark. Wie groß die Unterschiede sind, zeigt unsere Karte des Monats. mehr »