Ärzte Zeitung, 02.09.2010

Keine Fusion der Rechtsmedizin in Niedersachsen

GÖTTINGEN (pid). Die Göttinger Rechtsmedizin bleibt eigenständig. Die Pläne für ein gemeinsames rechtsmedizinisches Institut mit der Medizinischen Hochschule Hannover seien vom Tisch, bestätigte am Dienstag der Sprecher der Göttinger Universitätsmedizin, Stefan Weller. Vor allem organisatorische Gründe hätten den Ausschlag dafür gegeben, dass man sich gegen eine solche Zusammenlegung entschieden habe.

Die Überlegungen waren durch den Wechsel des früheren Leiters der Göttinger Rechtsmedizin, Professor Michael Klintschar, ausgelöst worden. Dieser hatte Anfang des Jahres die Leitung des Instituts für Rechtsmedizin in Hannover übernommen und zunächst weiter kommissarisch die Leitung der Göttinger Abteilung inne.

Inzwischen gibt es diese Doppelfunktion nicht mehr. Jetzt führt der Leiter der Blutalkoholuntersuchungsstelle, Professor Wolfgang Grellner, kommissarisch die Abteilung. Neben dem Alkohol-Labor blieben auch die übrigen Dienstleistungen erhalten, sagte Weller.

Auch Forschung und Lehre werde es weiterhin geben. Die Göttinger Rechtsmedizin war vor einigen Jahren als Folge des von der CDU-/FDP-Landesregierung verhängten Sparprogramms für die Universitäten akut von der Schließung bedroht gewesen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der Albtraum vom Nicht-Schlafen

Schlaflosigkeit lässt sich kaum nachweisen. Forscher zeigen: Schlaflose Nächte finden oft nur im Traum statt. Das macht sie nicht weniger belastend, ermöglicht aber neue Therapien. mehr »

Vergessen Sie keine Labor-Kennnummer!

Mit der Laborreform haben sich Änderungen bei den Ausnahmekennnummern ergeben. Um nicht den Wirtschaftlichkeitsbonus zu gefährden, sollten Sie die neuen Regeln kennen - und insbesondere auf drei Punkte achten. mehr »

Ärzte wehren sich gegen Mehrarbeit für lau

Etwas mehr Geld für Hausbesuche, aber kaum mehr für die Ausweitung der Mindestsprechstunden - das bieten die Kassen an. Die Ärzte gehen auf die Barrikaden. mehr »