Ärzte Zeitung, 14.09.2010

Wohlfahrtsverband gegen Regierungspläne

BERLIN (sab). Dem Paritätischen Wohlfahrsverband zufolge bevorteilt der Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform die Privaten Krankenversicherungen. Es sei ein Skandal, dass Gutverdienende und Gesunde in die PKV gedrängt würden, so Eberhard Jüttner, Vorsitzender des Verbandes. Ein fairer Wettbewerb setze vergleichbare Bedingungen voraus, daher fordere der Wohlverfahrtsverband, die Einbeziehung der PKV in den Risikostrukturausgleich.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[17.09.2010, 23:14:49]
Johann Gruber 
Wohlfahrtsverband gegen Regierungspläne
Der Paritätische Wohlfahrtsverband protestiert zu recht gegen die systemwidrige Bevorteilung der Privaten Krankenversicherungen im Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform. Für einen fairen Wettbewerb fordert der Verband die Angleichung der Rahmenbedingungen durch die Einbeziehung der PKV in den Risikostrukturausgleich.
Vor einer solchen Vermischung von GKV mit Solidarprinzip und PKV mit Risikoprinzip muss aber gewarnt werden. Anstelle einer Vermischung ist vielmehr eine klare Abgrenzung vonnöten.
Ein Wechsel in die PKV muss unwiderruflich sein. Die Menschen, die hohe Solidarbeiträge in die GKV entrichten, haben Anspruch darauf, dass in die PKV geflüchteten Solidarverweigerern die Rückkehr in die in guten Tagen verschmähte GKV verwehrt wird, die gerne angestrebt wird, wenn sich die gesundheitlichen oder finanziellen Rahmenbedingungen verschlechtern.
Wenn die getroffene Systementscheidung unumkehrbar ist, wird sich ganz schnell zeigen, wer das größere Vertrauen der Menschen in Sachen Krankenversicherung genießt.

 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Diese Akuttherapie lässt Hypertoniker Berge erklimmen

Wenn Hypertoniker in großen Höhen kraxeln, steigt ihr Blutdruck viel stärker an als bei ähnlicher Belastung auf tieferem Niveau. Eine Akuttherapie kann dagegen helfen, berichten Ärzte. mehr »

Nach Laborreform - Alte EBM-Nummer, aber neue Fallen für den Bonus

So viel hat sich bei den Ausnahme-Kennnummern im Labor zum 1. April gar nicht geändert. Doch ihre Wirkung auf Laborkosten ist völlig anders als bisher. Lesen Sie am Beispiel des Diabetes, wie Sie neue Fallen im Labor vermeiden. mehr »

Neue MS-Medikamente für weniger Schübe und weniger Behinderung

Wie innovative Medikamente und neue Behandlungsrichtlinien die Therapie bei MS optimieren – das ist ein Schwerpunkt beim Kongress der Europäischen Neurologen in Lissabon. mehr »